Unter dem bundesweiten Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“ fand am Freitag der Vorlesetag am Katholischen Grundschulverbund Frettertal statt.
Die Aktion lädt in diesem Jahr besonders dazu ein, eine Geschichte aufzuschlagen und bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken. Das Motto unterstreicht, wie vielseitig Vorlesen ist und macht deutlich: Jede Sprache und jede Stimme zählt. Denn Geschichten schaffen Verstehen, fördern den Austausch, stärken das Miteinander und bilden die Grundlage zum Lesenlernen.
Diese Botschaft prägte den gesamten Vormittag. Der Grundschulverbund mit seinen Standorten in Fretter und Schönholthausen konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und dem Gemeindeleben begrüßen, die den Kindern eindrucksvoll zeigten, wie kraftvoll Sprache wirken kann. Landrat Theo Melcher, Bürgermeister Achim Henkel, Polizistin Isabell Kremer, die ehemalige Schulleiterin Birgitta Wichtmann, die amtierende Schützenkönigin Katja Lütke-Brinkhaus, das regierende Dreigestirn aus Schönholthausen sowie Julia Schmidt-Holthöfer, Redakteurin des WOLL-Magazins, brachten ihre persönlichen Lieblingsgeschichten mit und ließen die Schülerinnen und Schüler in Fantasiewelten voller Abenteuer und Emotionen eintauchen. Die Kinder lauschten gespannt, fragten nach und erzählten anschließend begeistert, welche Figuren sie besonders fasziniert hatten.
Im Sinne des diesjährigen Mottos nahm ein Angebot eine besondere Rolle ein: Iryna Rudyk, Mutter eines Schülers, las ein Kinderbuch in ukrainischer Sprache vor. Die Lesung knüpfte ideal an die Grundidee des Aktionstages an – dass jede Stimme wertvoll ist und Herkunftssprachen eine Brücke zwischen Menschen bauen können. Darüber hinaus weckte Englischlehrerin Lorena Biecker mit einem englischsprachigen Kinderbuch die Neugier der Schülerinnen und Schüler auf die englische Sprache – ein lebendiger Beweis dafür, dass Vorlesen auch den Zugang zu neuen Fremdsprachen eröffnen kann.
Schulleiterin Sabrina Vitt dankte den Gästen ausdrücklich für ihr Engagement: „Wenn sich Menschen aus Politik, Kultur, der Elternschaft und dem Gemeindeleben Zeit nehmen, wird den Kindern eindrucksvoll vermittelt, wie wertvoll das Lesen ist. Vorbilder spielen eine entscheidende Rolle für die Lesemotivation – alle tragen dazu bei, dass Kinder erleben, wie vielfältig Geschichten sein können.“
Am Ende des Vormittags war die Botschaft klar greifbar:
Sprache verbindet – und Vorlesen erst recht.